Klarheit – ein knappes Gut #0: Intro
Eine neue Blogreihe auf sket22.de
Klarheit – ein knappes Gut
In meiner beruflichen Laufbahn habe ich viele Organisationen aus unterschiedlichen Rollen heraus erlebt: als Teamleiterin, Projektverantwortliche, Entwicklerin, Agile Coach und viele Jahre als Architektin im BI- und DWH-Umfeld. Unterschiedliche Rollen, ein gemeinsames Muster:
Komplexität wächst. Und irgendwann lähmt sie.
Ich habe Projekte gesehen, die an ihrer eigenen Struktur zerfaserten.
Teams, die in Abstimmungsprozessen stecken blieben.
Arbeit, die im Niemandsland zwischen Teams, Abteilungen oder Bereichen auf unbestimmte Zeit versandete.
Organisationen, die sich immer weiter neu erfinden und dabei Überbauten schaffen, bis niemand mehr sagen kann, wofür bestimmte Komponenten, Prozesse oder Systeme eigentlich noch da sind.
In der Architekturarbeit wurde das besonders sichtbar:
Technische Lösungen, die helfen sollten, wurden selbst zum Problem.
Modelle, die Realität abbilden sollten, konnte (oder wollte) niemand mehr lesen.
Generische Ansätze, die Vereinfachung versprachen, wurden unwartbar.
Und die eigentlichen Fragen gingen oft verloren:
Wozu machen wir das? Was wird wirklich gebraucht? Was trägt zur Klarheit bei? Was kann weg?
Diese Erfahrungen begleiten mich bis heute. Sie führen mich zu einer Reihe grundlegender Fragen:
-
Warum entstehen in gut gemeinten Systemen so schnell lähmende Strukturen?
-
Warum halten wir so hartnäckig an Überflüssigem fest?
-
Wo setzt man an, um ein System zu verschlanken und wieder reaktionsfähig zu machen?
Deshalb starte ich diese neue Blogreihe: „Klarheit – ein knappes Gut“
Ich beschreibe darin keine Methode und kein Framework, sondern halte meine Beobachtungen aus der Systemarbeit fest. Mein Ziel ist es, Ansatzpunkte zu finden, um Systeme beweglich zu halten und Klarheit zu ermöglichen. Die Themen stammen aus den Bereichen Architektur, Organisation und Teamarbeit.